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2006 2007 2008

Projekte

Die Koordinierungsstelle Erlebnispädagogik entwickelt erlebnispädagogische Projekte für Träger der Jugendhilfe und Jugendinitiativen sowie auch für die entsprechenden Bereiche der Behindertenhilfe.

Einem jeden Projekt liegen dabei eine spezifische Projektidee und eine pädagogische Zielsetzung zu Grunde.

Die Projektplanung folgt in ihrer Konzeption dem Phasenmodell, genau in der Form, wie es in „Kooperative Abenteuerspiele 2“ von R. Gilsdorf und G. Kistner beschrieben wird. Diese differenzierten Phasen sind im Einzelnen die Planungsphase, die Präsentationsphase, die Aktionsphase und die abschließende Reflexionsphase. Jedem Schritt in dem Prozess kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

In der Planungsphase wird das Lernfeld entsprechend der Zielgruppe bzw. Teilnehmer ebenso wie der pädagogischen Zielsetzung definiert. Hierbei muss der „rote Faden“ des Projektes vor allem plausibel und leicht nachvollziehbar ausformuliert werden. Dabei muss jedoch immer auch bedacht werden, dass ein Leitgedanke der erlebnispädagogischen Methode die uneingeschränkte Freiwilligkeit der Teilnehmer darstellt. Gespräche in der Gruppe über die Thematiken wie Grenzen, Risiko und Sicherheit in komplexer, systemischer und individueller Ausprägung müssen bereits zuvor durchdacht und in der konkreten Projektumsetzung mit berücksichtigt werden.

In der Präsentationsphase wird das Projekt den Teilnehmern vorgestellt. An dieser Stelle wird die Neugierde der Teilnehmer auf das Projekt geweckt und auf die Sinnhaftigkeit der Aufgabe eingegangen. Die Teilnehmer bekommen zu diesem Zeitpunkt auch die Möglichkeit, ihre möglichen Fragen zu stellen und beantwortet zu bekommen. Sie sollten bewusst dazu aufgefordert werden, diese Gelegenheit entsprechend ausgiebig zu nutzen, um ihre Einwände, Bedenken und auch die Vorfreude auf die bevorstehende Aufgabe vorzubringen. In der Aktionsphase selbst sind die Teilnehmer mit der Problemlösung und Projektumsetzung beschäftigt. Nur in ganz besonderen Fällen sollte diese konzentrierte und engagierte Arbeit der Teilnehmer von außen unterbrochen werden. Grundsätzlich soll dieser gruppendynamische Prozess nämlich von der gesamten Gruppe in all seinen Facetten getragen werden.

Die Reflexionsphase ist die letzte und entscheidende Phase des erlebnispädagogischen Projektes. In ihr kann im besten Fall ein Transfer von einer exemplarischen Übung in das Verhaltensmuster der Teilnehmer erfolgreich vollzogen werden.


Beratung & Kontakt

Ansprechpartnerin: Renate Kriegel
Jugendbildungsstätte Peseckendorf
Kastanienallee 32
39398 Peseckendorf
Tel. 039408 90329
Fax 0394 90444
rkriegel@mdlv.paritaet.org


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